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Danielle ist in Frankreich geboren.

Ihre alleinerziehende Mutter schickte sie mit 15 aus Angst vor antisemitischen Vorfällen allein nach Israel. Als die Mutter schwer erkrankte, wollte sie Danielles jüngeren Bruder Michel gut versorgt wissen und schickte ihn zu seiner Schwester ins Jugenddorf Ayanot. Die Geschwister leben dort in einer speziellen Gruppe für Neuzuwanderer aus Frankreich, lernen mit ihnen gemeinsam Hebräisch und besuchen die Schule. Besonders glücklich ist Joseph bei den Zwergponies.

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Sacha ist gemeinsam mit seiner Mutter und den beiden jüngeren Brüdern aus den ehemaligen GUS-Staaten nach Israel eingewandert.

Um seine Familie zu unterstützen, begann Sacha zu stehlen und kam in Konflikt mit dem Gesetz. Heute lebt er in Hodayot und nimmt begeistert an den Polizeiausbildungskursen des Jugenddorfs teil. In seiner Freizeit engagiert er sich ehrenamtlich im Zivilschutz.

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Jakob wurde in eine ultra-orthodoxe Familie geboren, doch er wollte sich der Enge und Strenge dieser Gemeinschaft nicht anpassen. Er lebte daher auf der Straße.

Dann wurde er in eine spezielle Einrichtung der Jugend-Aliyah aufgenommen, in der Jungen wie er ihre Persönlichkeit ohne äußere Zwänge entwickeln können, ihre Form der Religionsausrichtung finden und gleichzeitig eine moderne Schulausbildung absolvieren können. Ein Grundprinzip der Einrichtung ist es auch, wieder Kontakte zwischen den Jungen und ihren völlig entfremdeten Familien anzustreben. Es ist ein steiniger Weg für beide Seiten, aber Jakob kann wieder mit seiner Familie sprechen, die ihrerseits gelernt hat, seinen Wunsch nach einem eigenständigen Weg zu respektieren.

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Die Kinder in den Jugenddörfern und anderen Einrichtungen bringen ganz unterschiedliche Startbedingungen mit.

Viele von ihnen kommen aus schwierigen Familienverhältnissen, sind Halbwaisen oder gar Waisen. Andere sind aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt eingewandert, schwerpunktmäßig jedoch aus den ehemaligen GUS-Staaten und Äthiopien. Sie kommen aus Familien mit den verschiedensten Werten und kulturellen und religiösen Ausrichtungen, aus jüdisch-orthodoxen, traditionellen oder säkularen Familien.Wir nehmen auch Kinder aus den in Israel lebenden Minoritäten auf wie Drusen und Beduinen, die eine bessere Bildung und einen Weg in die moderne israelische Gesellschaft suchen.

 

Manche Jugendliche fühlen sich bereits als Versager, sind in kriminelle Kreise abgerutscht, nehmen Drogen, leben auf der Straße. Auch für sie bieten die Einrichtungen der Jugend-Aliyah Hilfe, damit sie sich fangen und ihr Leben selbst gestalten können.

Ilia kam mit zwölf Jahren nach Kedma.
Nachdem seine Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war, hatte ihn sein Vater im Alter von zwei Jahren in ein ukrainisches Waisenhaus gebracht. Er lebte in unterschiedlichen Heimen, wo ihm andere Kinder Gewalt antaten. Mit acht Jahren nahm ihn eine Adoptivmutter auf und wanderte mit ihm nach Israel ein, doch auch bei ihr war er nicht gut versorgt. So kam er in die Geborgenheit von Kedma.

Als Bat El noch klein war, hat ihre Mutter die Familie verlassen.

Bat El wuchs dann zuerst beim Vater auf, der mit einem Kind jedoch überfordert war. So kam sie zu den Großeltern väterlicherseits. Hier wurde sie liebevoll umsorgt, aber die Familie musste mit einer sehr kleinen Rente zurechtkommen, und je älter Bat El wurde, desto stärker vermisste sie auch den Kontakt zu Gleichaltrigen. Daher entschied sie sich, ins Jugenddorf Ayanot zu gehen. Sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, war nicht einfach für die schüchterne Jugendliche, aber das Jugenddorf hat Bat El geholfen, zu wachsen und mit sich selbst zufrieden zu sein. Der Fachbereich Filmgestaltung in Ayanot bot Bat El zudem die Chance, ihre alte Leidenschaft für Film weiterzuentwickeln. Ihr Ziel ist es, sich beruflich in der Film-/Mediengestaltung zu etablieren, und dafür nutzt sie mit großem Engagement die schulbegleitende Filmausbildung in Ayanot.

Tamars äthiopische Mutter hat fünf Kinder von verschiedenen Vätern.

Zu keinem der Männer hatte sie eine längere Beziehung, so dass diese sich auch nicht für ihre Kinder interessieren. Die Mutter liebt ihre Kinder zwar sehr, ist aber nicht imstande, ihnen Halt und einen geregelten Alltag zu ermöglichen. Tamar war zunächst in verschiedenen Pflegefamilien und kam dann nach Neve Hadassah. In diesem stabilen familiären Umfeld ist sie aufgeblüht und zu einer motivierten Schülerin geworden. Sie hat Singen für sich als Leidenschaft entwickelt. Inzwischen besucht sie die Oberschule, darf im Philharmonischen Orchester der Jugend-Aliyah mitwirken und ist ein Vorbild für die jüngeren Kinder in Neve Hadassah geworden. Sie hat eine enge Beziehung zu ihrer leiblichen Mutter, ohne sie für ihr Scheitern zu verurteilen.

Schicksale