Empowerment

Ein jedes Kind wird dort abgeholt, wo seine persönlichen Bedürfnisse sind. Dabei ist es wichtig, stets neue
Ideen zu entwickeln. Neuzuwanderer oder in Israel Geborene, Minoritäten oder unterschiedlichst
Benachteiligte, sie alle gilt es aufzufangen und zu stärken, damit sie in der Gesellschaft Fuß fassen und
mutig und selbstbewusst ihre Zukunft gestalten. Nur einige Beispiele:

NATURPÄDAGOGISCHE PROJEKTE

Im Rahmen von naturpädagogischen Projekten ist das Ziel, die Jugendlichen mit der in Israel so wesentlichen, herausfordernden Natur zu konfrontieren und die Erfahrung zu machen, daran zu wachsen. Das Meer und die Wüste sind die wesentlichen Naturelemente, die das Leben in Israel eingrenzen und mit denen jeder Bürger Israels lernen muss umzugehen und Gefahren zu vermeiden.

 

In der Konfrontation mit den Gewalten der Natur lernen sie, Verantwortung für sich selbst und die Gruppe zu tragen, mit ihren individuellen Kräften und den Grenzen, die ihnen die Natur setzt, umzugehen. Die Erfahrungen stärken ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstständigkeit, ihrVerantwortungsbewusstsein und ihren Teamgeist. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Persönlichkeit der Jugendlichen aus, sondern auch auf ihre schulische Motivation und ihre Bindung zu Eretz Israel.

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GIRLS EMPOWERMENT FÜR BEDUININNEN

In Israel leben ca. 220.000 Beduinen, vor allem in der südlichen Negev- Wüste, vielfach in untereinander zerstrittenen Stammesverbänden. Meist haben die Jugendlichen wenig Zugang zu Bildung. Um dieser Minderheit den Weg in die moderne Gesellschaft Israels zu eröffnen, wurden inzwischen erste Jugenddörfer für beduinische Jungen eingerichtet. In Kochve
Ha’Midbar werden erstmalig Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichtet. Sie werden hier gleichberechtigt erzogen mit der Vision, Selbstbewusstsein, Emanzipation und Bildung in ihre Gemeinschaft zu tragen und schlichtend zwischen ihren Stämmen zu wirken.

 

Bei einem einwöchigen Besuch in Frankfurt erlebt jährlich eine Gruppe von zwölf beduinischen Mädchen ein vielfältiges Programm. Die Erlebnisse mit der fremden Kultur und die Begegnungen mit Mädchen und Frauen, die in der deutschen, an starken Frauenpersönlichkeiten reichen Kultur aufgewachsen und davon geprägt sind, sind eine besonders wertvolle und horizonterweiternde Erfahrung für die Beduininnen, die ihnen vielfältige Impulse für ihre persönlich Entwicklung und ihrem Selbstbewusstsein geben kann.

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TRILATERALER THEATERWORKSHOP

Unter dem Motto "Darf ich mitspielen" ? - Identität, Zugehörigkeit, Ausgrenzung treffen für fünf Tage je sechs jüdische Jugendliche, die in Jugenddörfern in Israel leben, Roma-Jugendliche, die in Deutschland leben, sowie Jugendliche der deutschen Mehrheitsbevölkerung in einer Jugendherberge in Deutschland zu einem Theaterworkshop zusammen.

 

Der Theaterworkshop hilft, die großen sprachlichen Hürden zu überwinden und miteinander in Dialog zu treten und so die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Vorbehalten, Ausgrenzung und Klischees auszutauschen und zu verarbeiten.

 

Die drei Gruppen arbeiten in gemischten Teams. Neben gruppendynamischen Spielen und Outdoor-Aktivitäten mit teambildender Zielsetzung ist vor allem kreative Arbeit das Medium der Begegnung, schwerpunktmäßig schauspielerische Workshops in verschiedenen Ausdrucksformen und Methoden. Dabei ist es wesentlich, dass die Jugendlichen nicht nur Vertreter ihrer jeweiligen Gruppe sind, sondern auchermutigt werden, aus ihren Gruppen herauszutreten, sich individuell darzustellen und in neuen Konstellationen Gemeinsamkeiten untereinander zu finden. Die Rollen von Minderheit/Mehrheit werden dabei aufgebrochen.