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Austauschprojekte

Neben den reinen Ausbildungsreisen freuen wir uns, unseren Heranwachsenden aus den Jugenddörfern die Möglichkeit zur Teilnahme an bi- oder trilateralen Projekten zu eröffnen. Sie begegnen Gleichaltrigen, sind zu Gast in deren Land und wiederum Gastgeber für sie im eigenen Land. Gemeinsam machen sie interkulturelle Erfahrungen, lernen Unterschiede und Gemeinsamkeiten kennen und verstehen, dass die Welt nicht an den eigenen Landesgrenzen endet.

FILMPROJEKT MARBURG-AYANOT
„Verantwortung“, „Mut“, „Mein sicherer Platz“ - dies sind Beispiele für die Themen der vergangenen Jahre im Rahmen des jeweils zweiteiligen Filmprojekts zwischen dem Jugenddorf Ayanot und der Adolf-Reichwein-Schule in Marburg. Die jugendlichen Teilnehmer engagieren sich alle im Bereich Multimedia-Gestaltung und begegnen sich stets für eine Woche in Deutschland und eine Woche in Israel. Die Programmgestaltung orientiert sich am Projektthema, das sich wie ein roter Faden bei den Erkundungen des jeweiligen Gastlands und den gemeinsamen Aktivitäten wiederfindet. Am Ende des Projekts bringen die Jugendlichen ihre Erkenntnisse und Visionen zum Projektthema in selbst konzipierten und realisierten Kurzfilmen zum Ausdruck.

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TRILATERALER THEATERWORKSHOP
Unter dem Motto ‚ Darf ich mitspielen?‘ - Identität, Zugehörigkeit, Ausgrenzung treffen für fünf Tage je sechs jüdische Jugendliche, die in Jugenddörfern in Israel leben, Roma-Jugendliche, die in Deutschland leben, sowie Jugendliche der deutschen Mehrheitsbevölkerung in einer Jugendherberge in Deutschland zu einem Theaterworkshop zusammen.


Der Theaterworkshop hilft, die großen sprachlichen Hürden zu überwinden und miteinander in Dialog zu treten und so die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Vorbehalten, Ausgrenzung und Klischees auszutauschen und zu verarbeiten. Die drei Gruppen arbeiten in gemischten Teams. Neben gruppendynamischen Spielen und Outdoor- Aktivitäten mit teambildender Zielsetzung wird vor allem kreative Arbeit das Medium der Begegnung sein, schwerpunktmäßig schauspielerische Workshops in verschiedenen Ausdrucksformen und Methoden. Dabei ist es wesentlich, dass die Jugendlichen nicht nur Vertreter ihrer jeweiligen Gruppe sind, sondern auch ermutigt werden, aus ihren Gruppen herauszutreten, sich individuell darzustellen und in neuen Konstellationen Gemeinsamkeiten untereinander zu finden. Die Rollen von Minderheit/Mehrheit werden dabei aufgebrochen.

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SEGELN/WINDSURFING

In dem zweiteiligen Projekt begegnen sich eine Gruppe Jugendlicher dem israelischen Jugenddorf Hadassah
Neurim mit einer Gruppe aus Kiel sowohl in Deutschland als auch in Israel. Alle Jugendlichen leben am Meer, engagieren sich im
Bereich Wassersport und haben somit für ihre Freizeit bereits die aktive Auseinandersetzung mit der Natur gewählt, der Gewalt des Meeres. Diese gemeinsame Leidenschaft ist Methode und Medium, die Jugendlichen miteinander in Kontakt treten zu lassen und sich über wichtige, vielfältige Themen auszutauschen.


Die gruppendynamische Herausforderung, Segeln bzw. Windsurfing zu lernen, verlangt von jedem Einzelnen die Auseinandersetzung mit seinen Ängsten, Stärken und Schwächen und das Einbringen mit genau diesen Erkenntnissen in die Gruppe. Die Jugendlichen sollen länderübergreifende Gemeinsamkeiten erleben, aber auch, dass Unterschiedenicht trennen müssen, sondern bereichern können. Sie sollen ihre Gefühle, Gedanken, Sorgen, Freuden und Herausforderungen miteinander teilen und lernen, dass diesen keine Ländergrenzen oder geografische Entfernungen im Wege stehen.

DEUTSCH-ISRAELISCH-POLNISCHER AUSTAUSCH
Erstmalig werden Heranwachsende aus einem israelischen Jugenddorf die Gelegenheit haben, gemeinsam mit deutschen und polnischen Schülern an einer Begegnung in Danzig/Polen teilzunehmen. Schwerpunkt dabei ist nicht die Schwermut der gemeinsamen, schmerzvollen Vergangenheit, sondern vielmehr das Knüpfen von Freundschaften, Finden von Gemeinsamkeiten und die Vision, als junge Menschen mit Offenheit und Toleranz die Welt harmonisch zu gestalten. Das für 2020 geplante Vorhaben wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf den Sommer 2021 verschoben.