AKTUELLES

Neues deutsch-israelisches Schülerprojekt
In einem neuen Projekt setzen sich deutsche und israelische Jugendliche der Adolf-Reichwein-Schule in Marburg und dem Jugenddorf Ayanot in Israel künstlerisch und multimedial mit dem Thema "Flüchtlinge in meinem und deinem Land – damals und heute" auseinander. Die beteiligten Schüler sind zum Teil selbst Einwanderer oder haben durch ihre Familiengeschichte (z.B. der Großeltern) Erfahrungen mit den Voraussetzungen und Folgen einer Flucht.

Zahllose Flüchtlinge mussten sowohl die Bundesrepublik als auch Israel infolge des Zweiten Weltkriegs integrieren. Heute sind beide Länder wieder mit Flüchtlingszügen aus Krisenregionen konfrontiert. Was bedeutet das für die eigene Identität und Historie, für Vorstellungen von Geborgenheit in der Heimat und dem Verlust dieser Heimat? Wie leben und fühlen gleichaltrige Flüchtlinge? Was unterscheidet Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs von heutigen Flüchtlingen? Mit welchen gesellschaftlichen Vorbehalten hatten und haben sie zu kämpfen? Wie gehe ich selbst mit ihnen um? Die deutschen und israelischen Jugendlichen haben sich zunächst getrennt mit solchen Fragen beschäftigt und trafen sich nun in Marburg, um die Eindrücke und Gefühle aus der Vorarbeit in einem künstlerischen Workshop zu reflektieren. Historische und aktuelle Bezüge wurden dabei u.a. durch Gespräche mit Zeitzeugen intensiviert.

Im April nächsten Jahres erfolgt der Rückbesuch der deutschen Schüler im Jugenddorf Ayanot. Dort wird die Projektarbeit fortgesetzt und mündet in Kurzfilmen, in denen die Teilnehmer die Erkenntnise, die sie durch das Projekt gewonnen haben, zum Ausdruck bringen.

Ziel des Projekts ist es, ein Bewusstsein zu schaffen für das eigene Leben in einer Gesellschaft, die aus über Generationen immer neu integrierten Flüchtlingen besteht, und gleichzeitig die persönlichen Vorbehalte gegenüber dem Fremden zu erkennen. Weil Gemeinschaften zur Stigmatisierung des Anderen neigen, ist es um so wichtiger, eine eigene Meinung zu entwickeln. Historische Erfahrungen und Erkenntnisse können hier wie bei anderen künftigen Konflikten wichtige und wertvolle Dienste leisten.

Das Projekt wird gefördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft".


 

Tournee des Kammerensembles der Kinder- und Jugend-Aliyah im März/April 2017

Auf Initiative des deutschen Komitees der Kinder- und Jugend-Aliyah wurde vor 20 Jahren ein philharmonisches Orchester gegründet, in dem Heranwachsende aus ca. 25 unterschiedlichen Jugenddörfern miteinander musizieren. Im März/April 2017 kommt bereits zum elften Mal ein Kammerensemble, als Repräsentant des Orchesters, unter der Leitung des Dirigenten Herrn Dr. Lev Arstein mit elf jungen Musikern auf Tournee nach Deutschland.

Die Jugendlichen mit ihren verschiedenen kulturellen Hintergründen sind vitale Botschafter Israels. Sie lernen ihrerseits im Rahmen der Tournee Deutschland mit seiner Kultur und Geschichte kennen; besonders wichtig hierbei sind die zwischen-menschlichen Begegnungen und Austausche, die auf beiden Seiten nachhaltig haften bleiben.


Das Motto der Tournee ist „Diversity – Vielfalt“, denn die Erziehung zur Vielfalt ist ein wesentlicher Grundsatz der pädagogischen Arbeit in unseren Jugenddörfern: Ziel ist das Akzeptieren unterschiedlicher Ursprungskulturen und das Zusammenwachsen und Entwickeln einer gemeinsamen Gegenwart und Zukunft. Daher wird das musikalische Repertoire diesmal die kulturelle Vielfalt der israelischen Gesellschaft widerspiegeln. Die Zuwanderer aus allen Ländern der Welt haben auch die Musik vielfältig geprägt.

In einer großen Komposition werden alte osteuropäische Klänge und historische Werke aus den Ursprungsländern musikalisch miteinander verbunden – so wie dies durch das Zusammenwachsen der Zuwanderer in der modernen israelischen Gesellschaft geschehen ist. Darüber hinaus werden rein instrumentale sowie überwiegend gesanggetragene Stücke dargeboten, die aus dem Schmelztiegel der Kulturen entstand sind. Diese „israelischen“ Klänge sind sowohl westlich als auch orientalisch geprägt und reichen von den frühen Jahren der Staatsgründung in das heutige moderne Israel.

Programmdauer ca. eine Stunde. Die musikalischen Darbietungen erfolgen auf hohem künstlerischem Niveau. Die klassischen Instrumente werden durch ethnische ergänzt.

Da wir derzeit noch in der Planung sind, können wir bald eingehende Wunschtermine für Benefiz-Konzerte flexibel berücksichtigen. Kontaktinfos

Sobald der Tourneeplan feststeht, werden wir die Auftrittsorte und -uhrzeiten auf dieser Seite bekanntgeben.


 

Der bilaterale "Meisterkurs"

Zum achten Mal absolvierten Jugendliche aus verschiedenen israelischen Jugenddörfern in diesem Sommer den praktischen Teil ihrer Kfz-Ausbildung in Frankfurt. Einen Monat lang wurden sie in den modern ausgestatteten Werkstätten der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen von den deutschen Ausbildern unterrichtet. Wer am Ende der insgesamt zweijährigen Ausbildungszeit die Prüfung schafft, hat mit dem bilateralen Abschluss – angelehnt an den deutschen Meisterbrief – einzigartige Voraussetzungen für einen Start in ein erfolgreiches Berufsleben.


 

Israelische Polizeischüler in Deutschland

Im Juli und August 2016 kamen erneut drei Gruppen mit je zwölf Jugendlichen, die schulbegleitend eine Polizeiausbildung absolvieren, aus den Jugenddörfern Hodayot, Kannot und Nir Ha'emek für eine Ausbildungswoche zur deutschen Polizei. Für die Gruppe aus dem Jugenddorf Hodayot war die Hessische Polizei Gastgeber, die Gruppe aus dem Jugenddorf Kannot war zu Gast bei der Sächsischen Polizei und für die Gruppe aus Nir Ha'emek war die Polizei Rheinland-Pfalz der Partner. Die jeweiligen Landes-polizeihochschulen koordinierten die Besuche. Die Jugendlichen erhielten dabei Einblicke in alle wesentlichen Aufgabenbereiche der Polizei, hatten gemeinsamen Unterricht sowie Übungen mit deutschen Auszubildenden, erlebten und lernten darüber hinaus deutsche Kultur und Geschichte.
Bereits im Juni waren Auszubildende der Polizei aus Sachsen und Rheinland-Pfalz zu Gast in ihren jeweiligen Partner-Jugenddörfern. Sie erfuhren dort hautnah Gemeinschaft und Alltag im Jugenddorf ebenso wie Arbeit und Ausbildung der israelischen Polizei.


 

Festakt vom 1.-3. Okt. in Hessischer Staatskanzlei durch Herrn Ministerpräsident Volker Bouffier
Zum Festakt in der Hessischen Staatskanzlei wurden zwei junge Menschen aus Israel, die zu unterschiedlichen bilateralen Ausbildungswochen in Deutschland waren, eingeladen.

 

50 Jahre diplomatische Beziehungen
Anlässlich des 50. Jubiläums der Aufnahme diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel empfing am 27. Juli 2015 Herrn Staatsminister Beuth israelischer Polizeihospitanten in Wiesbaden. Der israelische Generalkonsul Dr. Dan Shaham nahm ebenfalls am Empfang teil.

 

Innenminister von Rheinland Pfalz, Herr Roger Lewenz, besucht das Jugenddorf Nir Ha'emek
Herr Minister Lewenz besuchte im August/September 2015 das Jugenddorf Nir Ha'emek und informierte sich dabei über die Entwicklung des Projektes "Polizeischüler zu Besuch in Rheinland-Pfalz".
Bereits zum zweiten Mal lud das Land Rheinland-Pfalz 2015 eine Gruppe von 12 Polizeischülern aus Israel zu einer Ausbildungswoche ein.


 

Filmprojekt 2015: Israelische und deutsche Jugendliche im filmischen Dialog

Vom 1. bis 8.11 2015 drehten 24 Jugendliche aus Ayanoth und der Max-Beckmann-Schule Frankfurt einen Kurzfilm zum Thema "Deutschland - Israel, gestern - heute - morgen". Die Abschlusspräsentation dieses gemeinsamen Projekts der Kinder- und Jugend-Aliyah und des Deutschen Filminstituts findet am Sonntag, 8. November, statt.

Migration, Flucht und Vertreibung sind in einer gobalisierten Welt Erfahrungen, die immer mehr Kinder und Jugendliche machen müssen. Dazu gehören auch der Verlust des Zuhauses und die schwankenden Identitätsgefühle vieler junger Menschen, die aus Einwandererfamilien stammen. Mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2015, in dem Deutschland und Israel den 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern feierten, war deshalb "My Home Is…" ein drängendes Thema für ein deutsch-israelisches Jugend-Projekt.

Bereits zum dritten Mal organisierten das Deutsche Filminstitut sowie die Kinder- und Jugend-Aliyah vom 1. bis 8. November das interkulturelle Filmprojekt „Israelische und deutsche Jugendliche im filmischen Dialog“. 14 Jugendliche aus dem von der Aliyah betriebenen Jugenddorf Ayanot in Israel und zwölf Jugendliche aus der Frankfurter Max-Beckmann-Schule nahmen an der Projektwoche teil.

Unter der fachkundigen Anleitung des in Berlin lebenden australischen Regisseurs Jack Rath drehten die 15- bis 18-Jährigen in vier gemischten Gruppen aus beiden Ländern Kurzfilme zum Thema „Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“. Die Ergebnisse wurden am Sonntag, 8. November, im Kino des Deutschen Filmmuseums präsentiert. Sechs Tage waren für Filmaufnahmen, Vorbereitung und Schnitt vorgesehen. Daneben standen Austausch und Begegnung im Zentrum der Projektwoche, die Programmpunkte wie den Besuch des alten Jüdischen Friedhofs, der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank und der Westend-Synagoge sowie ein gemeinsames Shabbathessen vorsah.


 

Tournee 2015 des Jugend-Kammerensembles der Kinder- und Jugend-Aliyah

Titel der Tournee vom 19. bis 28. April 2015 war „Gemeinsam können wir die Welt verändern“.

Die Kinder- und Jugend-Aliyah wurde 1933 in Berlin gegründet, um jüdische Kinder aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Erez Israel zu retten. Heute ist sie das größte jüdische Kinderhilfswerk und untersteht dem israelischen Erziehungs-ministerium. In 125 Jugenddörfern werden jährlich 15.000 Heranwachsende betreut.

Auf Initiative des deutschen Komitees der Kinder- und Jugend-Aliyah e.V. wurde vor 20 Jahren ein philharmonisches Orchester gegründet, in dem Heranwachsende aus ca. 25 unterschiedlichen Jugenddörfern miteinander musizieren.

Im April 2015 kam bereits zum zehnten Mal ein Kammerensemble, als Repräsentant des Orchesters, unter der Leitung des Dirigenten Herrn Dr. Lev Arstein mit 11 jungen Musikern auf Tournee nach Deutschland.

Die Jugendlichen mit ihren verschiedenen kulturellen Hintergründen sind vitale Botschafter Israels. Sie lernten im Rahmen der Tourne ihrerseits Deutschland mit seiner Kultur und Geschichte kennen; besonders wichtig hierbei waren die zwischenmenschlichen Begegnungen und Austausche, die auf beiden Seiten nachhaltig haften bliebe.
Programmdauer ca. 1 Stunde.
Das Konzert führte das Publikum musikalisch durch die Ursprungsländer der jüdischen Einwanderer, über die alten osteuropäisch-jüdischen Klänge und nostalgischen Werken aus den frühen Jahren der Staats-gründung Israels in das heutige moderne Israel. Die musikalischen Darbietungen erfolgten auf hohem künstlerischem Niveau. Viele der mit klassischen Instrumenten dargebotenen Werke wurden mit Gesang begleitet.

Touneeplan:
19. April, 17:00 Uhr, Hochschule in Frankfurt-Hahn, Büchenbeuren
20. April, 19:30 Uhr, Jüd. Gemeinde in Darmstadt, Wilhelm-Glässing-Str. 26
23. April, 17:00 Uhr Musterschule, Frankfurt, Oberweg 5-9
24. April, 16:00 Uhr, Budge-Siftung, Frankfurt, Wilhelmshöher Str. 279
26. April, 11:00 Uhr, Matinee, Lichtigfeldschule Frankfurt, Hebelstr. 15-19
26. April, 18:30 Uhr, Großer Festsaal des Wiesbadener Rathauses, Wiesbaden, Schloßplatz 6
27. April, 10:00 Uhr, Lichtigfeldschule Frankfurt, Hebelstr. 15-19
27. April, 18:00 Uhr, Palmengarten Frankfut, Siesmayerstr. 61


 

Das äthiopische Tanz- und Theater-Ensemble auf Deutschlandtournee 2016

Ein Drittel der 15.000 Heranwachsenden, die in unseren Jugenddörfern betreut werden, stammen aus Äthiopien. Um ihnen - im wahrsten Sinne des Wortes - eine Bühne zu geben, wurde vor neun Jahren „Die Sonne Äthiopiens“ gegründet. Die schauspielerische Bearbeitung von Konfliktthemen aus der äthiopischen Gemeinschaft fördert das Talent der jungen Darsteller und ermöglicht es ihnen, ihrer inneren Welt Ausdruck zu verleihen, um sie für die Herausforderungen zu stärken, denen sie sich in einer modernen Gesellschaft stellen müssen.

Die Tournee war für diese Jugendlichen eine einzigartige Chance, erstmalig zu reisen, Deutschland zu besuchen, die Kultur kennen zu lernen und zu erleben, wie sie mit ihren Auftritten Erfolg und Anerkennung erfahren können.

Dies war zum einen ein wichtiges pädagogisches Projekt für die Jugendlichen, anderseits waren sie selbst aber auch Botschafter Israels und zeigten eine andere und sehr unpolitische Seite des Landes. Die Begegnung und der Dialog mit Gleichaltrigen förderte die gegenseitige Toleranz und interkulturelles Verständnis.

Auftritte fanden vor vielfältigstem Publikum statt: In einem Seniorenheim, in einem alternativen interkulturellen Theater und in vielen unterschiedlichen Schulen - teils begleitet von einem Theaterworkshop oder gemeinsamen Gesprächen und Aktivitäten.
Die 12 Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren waren während ihrer Tournee vom 11. bis 19. April 2016 in Gastfamilien untergebracht.

Über das Theaterstück:
Das musikalische Theaterstück Billy Elliot handelt von einem Jungen, dessen Vater möchte, dass er Boxer wird. Seine heimliche Leidenschaft ist jedoch das Tanzen. Billy schafft es, sich gegen die gesellschaftlichen Konventionen und Erwartungen, und die klassischen Rollenbilder zu stellen, für sich selbst einzutreten und letztlich dadurch Anerkennung zu finden.
So verband sich der Inhalt des Stückes mit dem pädagogischen Ansporn, den wir unseren Heranwachsenden mitgeben, aber auch dem Publikum übermitteln möchten. Das Stück warf grundsätzliche Fragen auf, wie der Wunsch nach freier Entscheidung, schlechten Einflüssen und Vorbildern sowie das Vertrauen in die eigene Person.


 

Wanderausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugend-Aliyah

Die Ausstellung mit neun Bannern, auf denen exemplarisch anhand von ausgewählten eindringlichen, bewegenden und in die Zukunft gerichteten Ereignissen bzw. Aktivitäten die Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugend-Aliyah geschildert und mit historischen wie aktuellen Fotos illustriert wurde, richtete sich gezielt an Jugendliche und an in der schulischen wie außerschulischen Jugendarbeit aktive Pädagogen/innen.

Die Spanne von 1933 bis 2013 umfasste auch die NS-Zeit und damit für die Jahre bis 1945 und die unmittelbar auf die Shoah folgenden Jahre die Rettung tausender traumatisierter, oftmals verwaister Kinder und Jugendlicher ins damalige Palästina. Themen wie Verlust, Absorption, Traumabewältigung, Talententwicklung, Fürsorge und eine eigene Position im Leben finden, spiegelten sich in den Texten, Bildern und Zitaten, die jedem historischen Abschnitt vorangestellt wurden.
Den Jahren nach der Aufnahme von NS-verfolgten oder überlebenden Kindern und Jugendlichen folgten Jahre, in denen Kinder aus z.B. arabischen Staaten und Äthiopien in der Kinder- und Jugend-Aliyah aufgenommen wurden.
Es folgte die Darstellung der Aufnahme von Jugendlichen aus der GUS, aber auch von aufgenommenen Kindern und Jugendlichen, die in Kriminalität und Obdachlosigkeit gerutscht waren, die aus zerrütteten familiären Verhältnissen kamen. Nicht Ausgrenzung, sondern Integration, nicht Angst vor dem „Anderen“, sondern Zugewandtheit waren hier der Fokus.
Die Aktivitäten des deutschen Komitees der Kinder- und Jugendaliyah wiederum verwiesen auf menschliche Begegnungen und das Kennenlernen über geschichtliche Abgründe hinweg. Es zeigte sich, dass Annäherungen nur über Begegnungen stattfindet und dass dies auch bedeutet, einen fruchtbaren Austausch zu pflegen.

Die Ausstellung zeigte all dies und kann wollte zugleich dabei helfen, antiisraelische, antisemitische Klischees zu durchbrechen. Historische und politische Bildung ging hier mit einer emotionalen, empathischen Zugewandtheit für Kinder und Jugendliche, die verschiedene Traumata erlitten haben, Hand in Hand.

Die Ausstellung wurde interessierten Ausstellungsnehmern kostenfrei zur Verfügung gestellt, lediglich der Versand war zu übernehmen (50 – 80 €).

Ausstellungseröffnung war am 2. April 2014, Stadt Norden, Am Markt 19, wo die Schau den gesamten April über blieb. Mitte Mai wanderte sie weiter nach München - und war danach frei verfügbar.


 

Israelische und deutsche Jugendliche im filmischen Dialog, Abschluss 2013
Gefühle und Werte aus zwei Kulturen

Je 12 Jugendliche aus einem israelischen Jugenddorf und dem Oberstufengymnasium in Frankfurt drehten bei einem gemeinsamen Projekt der Kinder- und Jugend-Aliyah und des Deutschen Filminstitutes Filme zum Thema „Zwischenmenschliche Werte“.

DIARY OF HOPE, OUR FRANKFURT – YOUR FRANKFURT, NEXT STOP und FROZEN FRAME sind die Titel der vier kurzen Filme, die die jungen Leute in nur vier Drehtagen beim gemeinsamen Projekt „Gefühle und Werte aus zwei Kulturen: Israelische und deutsche Jugendliche im filmischen Dialog“ der Kinder- und Jugend-Aliyah und des Deutschen Filminstituts Frankfurt realisiert haben. Ernst waren die Themen, die die Jugendlichen beschäftigten: Ausgrenzung, Mobbing, Einsamkeit, Rassismus, Selbstmordgedanken und deren Überwindung standen im Zentrum beinahe jedes Films. Oft haben die Jugendlichen aus Israel und Deutschland selbst Erlebtes verarbeitet und in ganz unterschiedliche filmische Formate gebracht – vom Musikfilm über Animation und Dokumentation bis zum nachgespielten Re-Enactment.

Die DVD, mit dem das Projekt ausführlich beschriebenen Begleitheft, soll ein Ansporn zur pädagogischen Arbeit sein, als Diskussionsgrundlage oder auch als Anstoß zur Nachahmung eines solchen Projektes.

Gerne kann die DVD bei der Kinder- und Jugend-Aliyah angefordert werden.

Das Projekt wurde gefördert von:
„Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien“ Referat K11, Köthener Str. 2, 10963 Berlin


 

Vom 12. bis 20. April 2015 waren erneut israelische Schüler aus Kfar Galim zu einem Ausbildungsbesuch bei der Handwerkskammer Rhein-Main

In dem vor Haifa am Meer gelegenen Jugenddorf „Kfar Galim“ leben ca. 180 Heranwachsende im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, die größtenteils Zuwanderer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion oder Äthiopien sind oder aus benachteiligten israelischen Familien stammen. Die Schule des Jugenddorfes, in der auch über 300 externe Schüler unterrichtet werden, bietet in der Oberstufe die Möglichkeit, neben der klassischen Schulausbildung eine Berufsausbildung im Bereich Elektrik und Elektronik zu absolvieren.

Die jungen Heranwachsenden lernen im Rahmen der Ausbildung sehr intensiv die theoretischen Grundlagen, arbeiten natürlich auch praktisch, haben jedoch nur wenig Gelegenheit, die wirkliche Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten zu erleben und moderne Geräte und Methoden kennen zu lernen.

Als Ansporn im schulischen, beruflichen und emotionalen Bereich lud die Handwerkskammer Rhein-Main, auf Initiative der Kinder- und Jugend-Aliyah, nun bereits zum siebten Mal eine Gruppe von 12 Schülern aus Kfar Galim zu einem einwöchigen Besuch in ihr Ausbildungszentrum in Frankfurt ein. Unter Anleitung eines deutschen Meisters hatten sie hier intensiven praktischen Unterricht in modernst ausgerichteten Werkstätten, und hatten viel Spaß, das Berufsbild praktisch zu erfahren.


 

Große Zertifizierungsfeier in Israel - 18. März 2015
Die große Zertifizierungsfeier der Meister-Absolventen aus 2014 fand am 18. März 2015 in Israel statt.

 

Auch in 2015 kamen wieder junge Polizeischüler aus Israel, auf Einladungen nach Hessen, Sachsen und Rheinland-Pfalz
Auch in 2015 waren (bereits zum 6. Mal) israelische Jugendliche aus verschiedenen Jugenddörfern, Gäste bei der Sächsischen und Hessischen Polizei, in (Rheinland-Pfalz zum 2. Mal).
Sie absolvierten jeweils ein einwöchiges Polizeipraktikum.
Initiiert durch die Kinder- und Jugend-Aliyah, Frankfurt.

In diesem Jahr wurden ihnen, wie auch in den vergangenen Jahren, Einblicke hinter den Kulissen gewährt und es heißt nicht nur Zuhören bei der Sächsischen- der Hessischen- und Rheinland-Pfälzischen Polizei, sondern auch mitmachen.

Auf Einladung der Polizei Rheinland-Pfalz kam im August 2014, erstmals eine Gruppe Polizeischüler aus Nir Ha'emek nach Deutschland, mit den gleichen Zielen, wie auch bei den Schülern in Hessen und Sachsen.


Frankfurt 2015


 

Kfz-Auszubildende 2015 aus Neurim kamen für eine Woche nach Frankfurt
Auch in diesem Jahr (März 2015), kam wieder eine Gruppe junger Auszubildender, aus unserem Jugenddorf Hadassah Neurim, für eine Woche zu einem Workshop zur Kfz-Innung Hessen nach Frankfurt.

 

Werden Sie CHANUKKA - PATE 2015/2016
Werden Sie Chanukka-Pate!

Wie alle jüdischen Kinder freuen sich auch die 15.000 Kinder
in unseren Jugenddörfern auf Chanukka:
Sie schmücken ihre Zimmer, backen Latkes und Suvganiot und
üben Chanukkalieder und Theaterstücke.

Helfen Sie, dass diese Kinder die große Freude erleben dürfen,
einen kleinen Wunsch erfüllt zu bekommen –
ein Geschenk zu Chanukka.

Werden Sie Chanukka-Pate für eines oder mehrere Kinder:
Mit einer Spende von 25 Euro pro Kind,
schenken Sie Licht und Freude
und die Kinder wissen, dass sie nicht vergessen sind.

Postbank Frankfurt:
Konto Nr. DE14 5001 0060 0032 0106 08


 

Schenken Sie einem Kind in Kedma ein eigenes Bett
Träume sind erfüllbar …

Es gibt Kinder, deren größter Traum ist: ein eigenes Bett und eine Ecke,
in die sie sich zurückziehen können

Für 200 € können Sie einem Kind in Kedma den sehnlichsten Wunsch nach einem eigenen Bett erfüllen.

Machen Sie eine Spende entweder in Ihrem eigenen Namen, oder verschenken Sie anlässlich einer Einladung, eines Geburtstages oder Jubiläums ein Bett für ein Kind in Kedma.

Sie erhalten eine Urkunde.
Das Bett wird mit einer Plakette versehen,die den Namen desjenigen trägt,
in dessen Namen das Bett gespendet wurde.

Unterstützen Sie die Kinder und Jugendlichen in Kedma!

…lassen Sie Träume wahr werden.

Deutsche Bank
DE22 5007 0024 0069 2376 00

Kinder- und Jugend-Aliyah,
Hebelstr. 6, 60318 Frankfurt/M, Tel.: 069 – 43 69 49
E-mail: kinderundjugendaliyah@t-online.de

Ilia kam mit 12 Jahren nach Kedma.
Seine Mutter kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben und der alkoholkranke Vater brachte ihn im Alter von zwei Jahren in ein ukrainisches Waisenhaus. Er lebte in unterschiedlichen Heimen, wo ihm andere Kinder Gewalt antaten, bis er im Alter von acht Jahren zu einer Adoptivmutter kam, die mit ihm nach Israel einwanderte. Doch auch bei ihr war er nicht gut ver-sorgt. Seit drei Jahren lebt Ilia in Kedma.

Mira ist 13 Jahre alt.
Der Vater ist Alkoholiker und verbüßt eine Haftstrafe, aufgrund familiärer Gewalt. Die Mutter ist dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Seit frühe-ster Kindheit lebte Miro mehr auf der Straße, als zu Hause. In Kedma hat Mira zum ersten Mal einen geregelten Alltag und Vertrauen zu der Welt der Erwachsenen gelernt.

Matiko ist 16 Jahre alt.
Er ist das zweite Jahr in Kedma. Nach langer, schwer-er Krankheit verstarb der Vater im vergangenen Sommer. Die Mutter ist arbeitslos und hat sechs weitere Kinder. Matiko war, bevor er nach Kedma kam, unbetreut und orientierungslos. Hier hat er endlich einen festen Rahmen mit geregeltem Alltag und ausreichenden Mahlzeiten. Langsam schließt er seine Lücken und stabilisiert sich.

Das Jugenddorf Kedma
Anfang der achtziger Jahre wurde das Jugenddorf Kedma auf dem Gelände eines alten Kibbuzes gegründet. Hier leben ca. 155 Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren.
Sie kommen alle aus extrem schwierigen familiären Verhältnissen. Die meisten stammen aus Äthiopien und den GUS-Staaten. Ihr Umfeld ist Armut, Prostitution, Missbrauch, Drogen etc. Viele von ihnen wurden Opfer von Gewalttaten oder sind aufgrund der familiären Hintergründe mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.
Die Betreuer des Jugenddorfes bemühen sich mit großem Engagement, ihnen in Kedma ein neues Zuhause zu geben, das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln und ihnen neue Werte vorzu-leben und so den Rückhalt für den richtigen Weg in ein geordnetes Leben, zu geben.
Das Jugenddorf hat eine eigene Schule, in der die Heranwachsenden ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend gefördert werden. Viele haben, wenn sie nach Kedma kommen, enorme schulische Defizite, können teils kaum Lesen oder Schreiben. Hier werden Lücken gefüllt, Talente entwickelt und Interessen ge-weckt. In den höheren Klassen können berufliche Fähigkeiten, wie z.B. Schreinerei, Schneiderei, Verwaltung, Medien etc. entwickelt werden.
Ein Streichelzoo und ein Reitgehege sind ebenso wichtig für den emotionalen Ausgleich der Kinder, wie der neue Fußballplatz und der Fitnessbereich, die dem Aggressionsabbau dienen. Die Heranwachsen-den übernehmen einen großen Teil der Pflichten im Jugenddorf, um zu lernen, Verantwortung für sich und andere zu tragen.
Die meisten Kinder, die nach Kedma kommen, bleiben bis zu ihrem Militärdienst hier. Viele haben auch wäh-rend dieser Zeit ihr Zuhause in Kedma.


 

Freiwillige in sozialen Projekten in Israel ab Sepember 2015 bis 30.Juni 2016 (10 Monate)
Im Schuljahr 2015/2016 bietet die Kinder- und Jugend-Aliyah wieder interessierten jungen Menschen, im Alter zwischen 18 und 27 Jahren in einem ihrer Jugenddörfer die Möglichkeit zu einem sozialen Jahr (ca. 10 Monate) bzw. Praktikum im sozialen Bereich.

Die Kinder- und Jugend-Aliyah hat über 125 Jugenddörfer mit unterschied-lichen Schwerpunkten, in denen Heranwachsende im Alter zwischen 12 und 18 Jahren leben. Teils sind es israelische Kinder, aber auch viele aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und Äthiopien.

Die Teilnehmer an dem Projekt sollen Einblick in den Alltag der Heranwachs-enden erhalten und dabei ein Gefühl für die Problematik entwickeln, Kinder mit den unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Hintergründen zu betreuen und zu fördern. Außerdem sollen sie natürlich auch aktiv in ver-schiedenen Bereichen mitarbeiten.

Das Projekt beginnt am 1. September 2015 und endet am 30. Juni 2016.

Bewerbungen bitte an nachfolgende Adresse.

Kinder- und Jugend-Aliyah, Hebelstr. 6, 60318 Frankfurt/M
Tel.: 069 - 43 69 49 Fax: 069 - 43 29 17
eMail: kinderundjugendaliyah@t-online.de
www.kiju-aliyah

Interessierte junge Menschen können sich für das Jahr 2015/2016 gerne schriftlich mit: Lebenslauf, Lichtbild, Zeugniskopien und einem kleinen Motivationsschreiben bewerben.


 

Deutsch-israelisches Ausbildungsprojekt wurde im Aug. 2015 wieder sehr erfolgreich abgeschlossen
Gemeinsame Ausbildung mit dem Ziel eines höheren Abschlusses
in der Kfz-Technik, in Anlehnung an den deutschen Meisterbrief.

Im Jugenddorf Hadassah Neurim, nördlich von Tel Aviv, leben 200 Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und Religion (Israelis und Araber), die hier die Möglichkeit haben, neben ihrer Schulausbildung eine Ausbildung im Bereich Kfz zu machen. Viele finden durch diese Ausbildung eine Arbeitsstelle und haben so die Chance, trotz ihrer schweren Jugend ein selbständiges, selbst bestimmtes Leben zu führen.

Nachdem die Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen bereits sechsmal Jugendliche aus Hadassah Neurim zu einer Schulungswoche nach Frankfurt einlud, entstand die Idee, für diese Jugendlichen aus Hadassah Neurim eine gemeinsame deutsch-israelische Ausbildung durchzuführen mit dem Ziel einer wesentlich breiteren Ausbildung, als es derzeitig in Hadassah Neurim möglich ist. Ein bilaterales Zertifikat als Abschluss kann den Jugendlichen einen deutlichen Chancenvorsprung auf dem Arbeitsmarkt geben.

Derzeitig erhalten die Schüler in der 10. – 12. Klasse eine Grundausbildung im Kfz-Bereich. Engagierte Schüler können diese in den Klassen 13 und 14 vertiefen und erwerben einen dem Gesellenbrief ähnlichen Abschluss.

Das nun geplante deutsch-israelische Gemeinschaftsprojekt setzt ab der Klasse 13 ein und sieht wie folgt aus:
Der derzeitig mangels guter technischer Ausrüstung sehr theoretische Unterricht soll wöchentlich mit zwei zusätzlichen praktischen Unterrichtseinheiten ergänzt werden.

Nach Abschluss des 13. Schuljahres findet eine dreiwöchige Intensivschulung in Israel statt.
Danach kommen die Auszubildenden für 4 1/2 Wochen nach Deutschland, wo sie gleich zu Beginn die Prüfung für den theoretischen Teil der Ausbildung absolvieren. Anschließend findet eine vierwöchige praktische Ausbildung statt, die jeweils am Ende einer Woche mit einer Prüfung endet. Lerninhalt und Prüfungen werden von einem deutsch/israelischen gemeinsamen Prüfungskomitee festgelegt und abgenommen.

Nach Abschluss der 14. Klasse erfolgt eine weitere theoretische Prüfung in Israel. Die Teilnehmer erhalten nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung eine Zertifizierung in Anlehnung an den deutschen Meisterbrief, ausgestellt von der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen.

Das Konzept trifft in Israel auf ausgesprochen große Begeisterung in der gesamten Kfz-Branche: der israelischen Kfz-Innung, dem Verkehrsministerium, dem Militär und dem Erziehungsministerium.
Dieses, mit deutscher Partnerschaft entwickelte Ausbildungskonzept garantiert den Heranwachsenden ein in Israel noch nicht vorhandenes Ausbildungsniveau und eine Qualifizierung, die gerade diesen, ansonsten eher benachteiligten jungen Menschen, eine einzigartige Chance gibt.

Das Projekt startete im September 2008 in Israel. Der Ausbildungsteil in Deutschland begann erstmalig im Sommer 2009 und wurde mit einer Zertifizierungsfeier im April 2010 in Israel abgeschlossen.

Die große Zertifizierungsfeier der Absolventen aus 2014 fand am
18. März 2015 wiederum in Israel statt.
Die neue Gruppe für 2015 kam vom 22. Juli bis 23. August zur Landesfachschule des Kfz-Gewerbes wieder nach Frankfurt und wird in der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen betreut.


 

83 Jahre Kinder- und Jugend-Aliyah - 30. Jan. 1933 / 2016
Die Kinder-und Jugend-Aliyah wurde vor 83 Jahren am Tag der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten von Recha Freier in Berlin gegründet. Heute ist die Jugend-Aliyah das größte jüdische Kinderhilfswerk und die zentrale Organisation für jede Form von Heimerziehung in Israel, sowohl im Bereich der Integration von Neuzuwanderern, als auch zur Betreuung sozial bedürftiger Kinder. In internationalen Fachkreisen genießt Israel gerade im Bereich von Kindererziehung und dem Bewältigen schwieriger Integrationsaufgaben bei Heranwachsenden ein hohes Ansehen.

 



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